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Vereinsgeschichte des ASVO

 

Ein noch vorhandenes Kassabuch dokumentiert, dass bereits im Jahre 1907 von den Jungmannschaften in Opfikon ein Armbrustschützen-Verein gegründet wurde. Weitere Dokumente aus dieser Zeit sind nicht auffindbar, es wird aber von einem recht aktiven Vereinsleben erzählt. Vermutlich löste sich dieser Verein im Laufe des ersten Weltkrieges auf.

 

Gründung des heutigen Vereins

Der Verein nahm seine Anfänge im Jahre 1931. Wiederum war es der Vorstand des Schiessvereins, der eine Einladung zur Neugründung startete. Diesmal war es ein Erfolg. 15 meist jüngere Leute aus Opfikon fanden sich zur Versammlung ein und man beschloss einstimmig, das Armbrustschiessen neu aufleben zu lassen. Der 13. Juni 1931 kann somit als Geburtstag des heutigen Vereins betrachtet werden.

 

Improvisierter Schiessstand

Schon im ersten Vereinsjahr entwickelte sich unter dieser Führung eine rege Tätigkeit. Ein fester Schiessstand war nicht vorhanden, in der Kiesgrube an der Riethofstrasse konnten trotzdem sechs Schiessübungen abgehalten werden. Geschossen wurde vermutlich auf die bei Zürcher Vereinen übliche Distanz von 25 Meter. Als Waffen standen den Schützen eine alte Ordonnanz- und zwei kleine Bollinger-Armbrüste zur Verfügung. Alle Waffen waren noch mit Hanfsehnen ausgerüstet, und nur die Ordonnanzwaffe hatte einen Schlitten ohne Führung.

Trotz Krisenzeit der 30er-Jahre gedieh der neugegründete Verein ganz erfreulich. So trat man bereits ein Jahr nach der Gründung dem Eidgenössischen-Armbrustschützen-Verband (EASV) und dem Armbrustschützen-Verband Zürich und Umgebung bei. Durch den Anschluss an den Stadtverband und den EASV ergaben sich für die Opfiker Armbrustschützen viele Möglichkeiten an Konkurrenzen mit Verbandssektionen teilzunehmen. Diese Gelegenheit wurde im Laufe der Jahre sehr oft, jedoch mit unterschiedlichem Erfolg genutzt.

 

Umzug an die Bubenholzstrasse

1933 tauchten Schwierigkeiten auf, man brauchte dringend einen neuen Schiessplatz. Als Retter in der Not erwies sich Hermann Schweizer, der den Armbrustschützen seine alte Kiesgrube an der Bubenholzstrasse gratis zur Verfügung stellte. Hier wurde in vielen Fronarbeitsstunden ein gedeckter Schiessplatz mit sechs Zugscheiben gebaut. Der Pfeiltransport erfolgte erstmals mittels Pfeilköcher, der mit Schnüren über ein Velo-Rad betätigt wurde. Die Schusswertung musste, wie im 300 Meter-Schiessen, an der Scheibe gezeigt werden. Man schoss auf Scheiben mit 10er- und 25er-Wertung, wobei die Trefferfelder noch grösser waren als bei den heute verwendeten Scheiben. Mit dem neuen, gedeckten Stand war man wetterunabhängiger geworden, sodass man 15 Trainingsübungen abhalten konnte. Dies wirkte sich natürlich bei Wettkämpfen recht günstig aus.

 

Standartenweihe 1939

Was ein rechter Verein ist, der hat auch eine Fahne. So war es früher, so ist es auch heute noch. Geld dafür war aber nicht vorhanden, Da griffen die Frauen der Armbrustschützen zur Selbsthilfe. In aller Heimlichkeit sammelten sie Geld und überraschten ihre Männer an der Vereinsversammlung vom 26. November 1938 mit dem ansehnlichen Betrag von 132 Franken als Beitrag an eine Standarte.

 

Wieder ein neuer Stand

Im Laufe der folgenden Jahre wurde immer mehr der Wunsch nach einer besseren Schiessanlage wach. Die Anlage in der Kiesgrube Hermann Schweizers entsprach auch in der Distanz nicht mehr den Anforderungen, denn sie war um einiges zu kurz. Nach langen Verhandlungen mit der Gemeinde fand man eine Möglichkeit im Unterdorf Opfikon an der Glatt, beim heutigen Schlachthäuschen. Der stets tatkräftige Vereinsvorstand fand auf der Forch ein älteres Wochenendhäuschen, das man zum Schützenhaus umfunktionieren konnte. Nach wiederholten, mühseligen Verhandlungen durfte man endlich im Frühjahr 1943 mit dem Bau beginnen. Vor allem durch militärbedingte Abwesenheiten, aber auch durch anderweitige starke Belastungen der Mitglieder wurden die Bauarbeiten immer wieder verzögen. Es bedurfte einige Aufrufe und Mahnungen des Präsidenten bis der Stand einigermassen hergerichtet und benützbar war. Es standen die acht Scheiben zur Verfügung. Gleich zu Beginn stellte man fest, dass der Stand «zäch» war, denn die Schussrichtung war gegen die Mittagssonne, und der Wind hatte ungehindert Zutritt. Zudem ging es hier erstmals auch über die Distanz von 30 Metern.

 

Die Planung der Schiessanlage Rohr

Erneut gab es Sorgen mit dem Schiesstand. Die Arbeiten an der Nationalstrasse waren soweit fortgeschritten, dass der Scheibenstand Ende April 1961 in aller Eile abgebrochen und versetzt werden musste. Er stand im Baubereich der neuen Autobahn- Eine neue Schiessanlage für 300meter-Gewehr, 50 Meter Pistole und 30 Meter Armbrust war projektiert und wurde am 24. April 1961 von Gemeindeversammlung genehmigt.

 

Endlich ein festes Heim

Die offizielle Standeinweihung war für Mai 1965 vorgesehen. Sie sollte zusammen mit dem 300 Meter- und mit dem Pistolen- Schiessverein sattfinden. Wiederum leisteten die Organisatoren grosse Arbeit, damit das Fest erfolgreich verlaufen konnte. Am 15. und 16. Mai 1965 herrschte Hochbetrieb in der neuen Anlage. 254 Schützen aus zwölf eingeladenen Vereinen massen sich im Sektions-, Obligatorisch- und Kranzstich,

 

Kameradschaft vor Siegstreben

lnzwischen sind 89 Jahre ins Land gezogen, Aus den anfänglich verwendeten, einfachen Bollinger-Armbrüsten mit Hanfsehne sind ausgefeilte Präzisionswaffen mit allem erdenklichen Zubehör geworden. Was aber in all den Jahren gleichgeblieben ist, ist die Begeisterung an einem schönen, ruhigen und umweltfreundlichen Sport und die gemeinsame Freude an guten Vereins- und Einzelresultaten.